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Projekte der Ökostation

Freiburg blüht auf

Projektziel:  Erhöhung der Artenvielfalt in der Stadt, ökologische Aufwertung von Baumscheiben als "Trittsteine" für Insekten durch heimische, trockenresistente Wildblumen-Gesellschaften, Erhöhung der Artenvielfalt auf ausgewählten öffentlichen Wiesenflächen, Ausbau des bürgerschaftlichen Engagements, Erhalt und Ausbau der Artenvielfalt im urbanen Raum
Zielgruppen:  Alle Freiburger Bürgerinnen und Bürger, die an Straßen mit vorwiegend neu angelegten Baumscheiben wohnen
Umsetzung:  Wir bieten Baumscheibenexkursionen für interessierte Anwohnerinnen und Anwohner in den Freiburger Stadteilen an. Die Ökostation unterstützt die Bürgerinnen und Bürger mit Know how, gibt Setzlinge und Samen mit dem Saatgut heimischer Kräuter ab.
Projektdauer:  Projektstart: 1.4.2010. Projektende: 31.12.2015
Kooperationspartner:  Stadt Freiburg, Garten- und Tiefbauamt. Einen Baumscheibenflyer finden Sie unter „Freiburg packt an Flyer 2012“
Förderer:  Das Projekt ist ein Beitrag des Programms „Freiburg packt an“

Kurzübersicht zum Projekt "Freiburg blüht auf"

Baumscheiben und Artenvielfalt

Freiburg blüht auf

Viele Baumscheiben fristen ein trostloses Dasein oder sind vermüllt. Dabei erfüllen Baumscheiben in Städten eine wichtige ökologische Funktion indem sie z.B. den Boden vor Verdichtung schützen. Trockenheit liebende Kräuter bieten zudem vielen Insekten einen Lebensraum als ökologischer Trittstein. Außerdem machen „ihre“ Baumscheiben auch Bewohnern und Besuchern Freude. Also Baumscheiben können schönes, symbolisches Dasein der Siedlung sein.

Im Rahmen eines Pilotprojektes startete die Ökostation in Zusammenarbeit mit dem Garten und Tiefbauamt der Stadt Freiburg im Sommer 2010 das Projekt „Freiburg blüht auf“ und sucht Mitstreiter, die Interesse haben „ihre“ Baumscheiben zu betreuen. Weitere Informationen zu Baumpatenschaften in Freiburg stehen in diesem Flyer „Freiburg packt an Flyer 2012“

Die Ökostation unterstützt Bürgerinnen und Bürger darin "ihre" Baumscheiben mit dem Saatgut heimischer Kräuter zu begrünen. Eine blühende, insektenreiche Strasse soll im nächsten Frühjahr die Folge sein. Wenn Sie die Maßnahme unterstützen wollen, wäre z.B. ein regelmäßiges Giessen in der Keimungsphase hilfreich. Später sollte dies unterbleiben, da die Pflanzen sehr trockenheitsliebend sind.

Beispiele für erwünschte Arten auf den Baumscheiben:

Freiburg blüht auf
Karthäusernelke
Freiburg blüht auf
Kornblume

Freiburg blüht auf
Färber-Kamille
Freiburg blüht auf
Schafgarbe
Freiburg blüht auf
Johanniskraut

Weitere erwünschte Arten sind beispielweise: Klatschmohn, Knäuelglockenblume, Königskerze, Margerite, Mittlerer Wegerich, Wiesensalbei, Wilder Majoran.
Einzelne Keimlinge und Setzlinge können je nach Jahreszeit jeden Donnerstag von 15 bis 18 Uhr bis zum 31.12.2013 gegen eine Spende im Biogarten der Ökostation abgeholt werden. Die Arten sind Folgende: Nickende Distel, Schwarze Königskerze, Kleinblütige Königskerze, Echtes Seifenkraut, Wilder Dos, Bergflockenblume, Acker Witwenblume, Nckendes Leinkraut, Tüpfel-Hartheu, Blauer Natternkopf, Wiesen Storchschnabel, Gemeiner Rainfarn, Weiße Wucherblume


Wenn Sie das Projekt unterstützen wollen, bieten sich folgende Möglichkeiten

Projekt Cooler Schulhof Oekostation Lessing Förderschule

• In der Keimungsphase (6 Wochen) sollte die Saat feucht gehalten werden. Die Ökostation bietet immer donnerstags von 15 - 18.00 Uhr im Biogarten an, dass Keimlinge und Setzlinge für Baumscheiben kostenlos (gegen eine kleine Spende) abgeholt werden können

• Die Baumscheiben sollten nicht betreten und befahren werden, auch Müllsäcke und Mülltonnen sollten nicht darauf abgestellt werden.

• Wenn die Saat auch im Mai noch lückig sein sollte und Sie eigene Pflanzen zusätzlich einbringen wollen, so eignen sich besonders Königskerze, Stockrose, Schafgarbe und Disteln.

• Falls Neophythen (nicht heimische Arten) auf den Baumscheiben wachesen, sollten diese mitsamt der Wurzel entfernt werden. Sie neigen dazu, artenarme Monokulturen zu bilden.

• Unterlassen werden sollte: Düngung mit Dünger oder Kompost. Der „schlechteste Boden“ ist für eine blühende Strasse die beste Voraussetzung. Nährstoffarmer Mineralboden ist für den Baum und die ausgewählten Kräuter in der Samentüte (s.u.) sehr gut geeignet.

• Nach der Blüte sollte der Pflanze Zeit zum Aussamen gelassen werden. Abgestorbene Pflanzenteile sollten daher den Winter über auf der Baumscheibe belassen werden. Im Frühjahr können sie abgeschnitten und entfernt werden.

Weitere wichtigen Informationen erfahren Sie in dem Flyer „Freiburg blüht auf in 5 Schritten“, der eine Samenmischung beiliegt.

Beispiele für unerwünschte Arten auf den Baumscheiben, die zu "Monokulturen" neigen und die ausgedünnt werden sollten:

Freiburg blüht auf
Melde
Freiburg blüht auf
Kanadische Goldrute

Weitere unerwünschte Arten sind beispielweise: Borstenhirse, Fadenhirse, Kanadisches Berufkraut, Quecke.


So bekommen Sie Samen der "Freiburger Mischung"

Wir verteilen die Samentüten für Baumscheiben bisher an folgenden Orten.

• Ökostation Freiburg, Falkenberger Str. 21 B, Mooswald

• Garten- und Tiefbauamt, Fehrenbachallee 12, Stühlinger

• K.I.O.S.K., Maria-v-Rudloff-Platz 2, Rieselfeld

• ZO im „Treffpunkt“, Schwarzwaldstrasse 78, Oberwiehre

• Biokeller, Konradstraße 17, Wiehre

[Achtung] Diese Samen sind geeignet für eher trockene und nährstoffarme Böden der neu angelegten Baumscheiben und sind nicht für den Garten geeignet.

Falls Sie Fragen und Anregungen zu dem Projekt haben, können Sie sich gerne in der Ökostation melden.