Ökostation: Natur erleben - Zukunft gestalten
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Projekte der Ökostation

Insektenleben – Insektensterben, ein Projekt mit, von und für Jugendliche

Insektenleben – Insektensterben:  Dieses Jugendbildungs-Projekt ist besonders partizipativ angelegt, da Jugendliche bereits in die Phase der Konzepterarbeitung und der Erprobung aktiv gestaltend mit einbezogen werden. Hier werden nicht nur inhaltliche Hintergründe zum Insektensterben kennen gelernt, sondern auch Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und umgesetzt, um dem InsektenLEBEN in Zukunft bessere Chancen zu geben.
Projektziele:  (1) Konzeptionelle Erarbeitung und Umsetzung des Jugendbildungsprojektes „Insektenleben – Insektensterben“ als Abrufangebot (2) Als Zielformat wird ein ca. 4 stündiger Projekttag geplant (3) Verstetigung des Angebotes nach Erprobung in der Ökostation und Transfer in weitere Umweltzentren
Zielgruppen:  Jugendgruppen, Schulklassen Klassenstufe 8-10 und Sekundarstufe II
Projektinhalte:  (1) Ursachen und Folgen des Insektensterbens und des Biomasse- Verlustes (z.B. Pestizideinsatz, Flächenfraß, Klimawandel) (2) Erhaltung der Biodiversität um ihrer selbst willen und unter Betrachtung der Ökosystemdienstleistungen von einzelnen Insektengruppen (3) Handlungsperspektiven erarbeiten und umsetzen (4) Kreativbaustein "noch offen" wird von den Jugendlichen in Projektziel (1) erarbeitet
Zeitrahmen:  01.10.2018 – 31.07.2020
Förderer:  Momo-Stiftung des BUND Baden-Württemberg

12. Dezember 2018: Workshop zu Jugendbeteiligung anhand des Beispiels Insektenleben- Insektensterben

Insektenleben - Insektensterben Insektenleben - Insektensterben Für knapp 2,5 h setzten sich die Sozialarbeiterinnen des Jugendbüros mit uns zum Projekt zusammen, um zu schauen, inwiefern Jugendbeteiligung schon im Projekt verankert ist und wie man diese noch ereitern könne, da unser Anspruch es ist, eine echte Jugendbeteiligung zu schaffen, damit die Identifikation der Jugendlichen möglichst groß ist und damit die erfolgreiche Umsetzung zum Schutz der Insekten gegeben sein kann. Bevor es um das konkrete Projekt ging sammelten wir unsere persönlichen Gründe, warum Jugendbeteiligung wichtig für uns als Umweltpädagog*innen ist. Hier merkten wir schnell, dass die Beweggründe untereinander stark übereinstimmen, was eine gute Basis für das Team darstellt.

Dann stellten wir unsere bisherige Erfahrung mit den Pilot- und Konzeptionsgruppen vor und erörterten nach weiteren Gesichtspunkten wie Ziel-/Ergebnissicherung, Methode, Netzwerk, Öffentlichkeitsarbeit, etc. die Steigerung der Partizipation von Jugendlichen am Projekt. Anhand des daraus entstandenen Plakats kann unser Team im folgenden Schritt im Januar 2019 bei nächsten Teamtreffen die gewonnenen Erkenntnisse einbauen.

22. November 2018: Wentzinger Schüler*innen engagieren sich für Insekten

Insektenleben - Insektensterben Insektenleben - Insektensterben Auch die Achtklässler der Wentzinger Schulen beschäftigten sich mit dem Thema Insektenleben, Insektensterben. Dazu wurden mit einem Vortrag Grundlagen zum Wissen geschaffen und gleich viel diskutiert. Ursachen, Auswirkungen und Lösungsansätze beschäftigten uns dann auch im Nachgang den ganzen Tag über. Beim gemeinsamen Frühstück haben die Kinder festgestellt, dass fast alle Produkte, die sie essen, von Insekten bestäubt sind und ihr Tisch ganz schön leer wäre, wenn es keine Insekten mehr gäbe.

Nach der Pause sammelten wir Projektideen für weitere Projekttage und erstellten Schablonen für die Nachmittagsaktion. Nach der Mittagspause ging es in die Hofackerstrasse, wo die Gruppe einen Verteilerkasten der Telekom im Rahmen der Aktion "aus grau wird bunt" verschönerte. Nun krabbeln dort Schabloneninsekten am Straßenrand und fordern von der Menschheit: "Sorgt für uns, wir sorgen für euch!"

1. November 2018: Jugendaktionskongress

Insektenleben - Insektensterben Bei einem zweistündigen Treffen erhoben wir Vorschläge für Projekte mit Jugendlichen beim Jugendaktionskongress der BUND Jugend am 1.11.2019. Nach einer Vorstellungsrunde präsentierten wir einen bunt gedeckten Tisch mit Snacks. Äpfel, Hefestückchen, Marmeladen, Konfitüren und Honig. Tee und Saft. Die von Insektenbestäubung abhängigen Produkte wurden im Gespräch nach und nach vom Tisch entfernt, bis nur noch die gebackenen Hefeteilchen auf dem Tisch standen. Auf Nachfrage bestätigten die Teilnehmer*innen, dass" das Verschwindenlassen der Nahrungsmittel" eine effektive Methode darstellt, Jugendliche auf das Thema Insekten aufmerksam zu machen. Eine Kurzpräsentation mit vielen schönen Bildern und einigen harten Fakten vervollständigte die Darstellung der Problemstellung und des Handlungsbedarfs zum Schutz der Insekten. Bei einem Brainstorming zur Frage: "Wie kann man das Thema Insektensterben für Jugendliche interessant gestalten?" sammelten die Teilnehmer*innen vielfältige Ideen.

Nach dem Input der Teilnehmer*innen stellten wir ein Praxisbeispiel zur Förderung der Biodiversität in der Stadt vor: Bürger*innen der Stadt Freiburg verschönern und erhöhen die Blütenvielfalt und damit das Nahrungsangebot der an de Straßen, zwischen den Parkplätzen befindlichen Baumscheiben, indem Sie unter Anleitung der Ökostation heimische Blühpflanzen setzen und säen. Eine kleine Runde durch den Biogarten ergab noch einige Ideen zur Umsetzung im Gespräch mit einzelnen Teilnehmer*innen und im Plenum. Als praktischen Abschluss und Dankeschön für die gute Mithilfe durften die Teilnehmer*innen Samenbomben selbst herstellen und mitnehmen.

29.-30. Oktober 2018: Ökostation und Chummy fordern „Mehr Platz für Insekten!"

Insektenleben - Insektensterben Insektenleben - Insektensterben Im Rahmen des zweitägigen Workshops „Beauty and the Beast“ machte sich die Ökostation Freiburg zusammen mit dem Chummy Jugendzentrum und fünf fleißigen, jungen Teilnehmern daran, das Insektensterben auf die Straße zu bringen. Bei diesem Streetart-Projekt wurde ein Stromkasten der Telekom zu einem echten Hingucker umgewandelt.

Am 29. Oktober 2018 trafen sich alle zum ersten Mal im Jugendzentrum an der Sundgauallee. Dort wurde bei einer lockeren Vesperrunde zunächst einmal das Problem und die Folgen des Insektensterbens diskutiert. Es kamen viele gute Ideen und Gedanken zusammen und die Scheu vor dem Krabbeltier war schnell verflogen. Gemeinsam stellte man fest, dass der Vespertisch ohne die fleißigen Bestäuber um einiges leerer und langweiliger aussehen würde. Nachdem die Bäuche und Köpfe etwas gefüllt waren, wurde aus dem ausliegenden Material zu verschiedenen Insekten passende Schablonen angefertigt.

Diese wurden am nächsten Tag dazu genutzt, um den bereits zuvor grundierten Stromkasten vor dem Jugendzentrum mit allerlei Getier zu verzieren. Während der Malerarbeit blieben zahlreiche Passanten stehen, fragten nach dem Grund der Bemalung und zeigten sich ausnahmslos positiv. Es wurde gelobt und sich bedankt sowie Fotos für die Bekannten gemacht.